Kim Schmitz: Dr. Kimbles Wundermaschine – manager-magazin.de

Dr. Kimbles Wundermaschine

Von Tom Hillenbrand

Die selbst ernannte Internet-Legende Kim Schmitz plant den Einstieg ins Hedgefonds-Geschäft. Mit einem Computerprogramm namens Trendax will der Jungunternehmer für seine Investoren sagenhafte Gewinne erwirtschaften.

Hamburg – Er hatte sein Comeback angedroht. Laut und für alle vernehmbar, wie es seine Art ist: „Wenn ich wieder oben bin, werde ich es krachen lassen“, so Kim Schmitz unlängst in der „Stuttgarter Zeitung“. Jetzt hat „Seine Königliche Hoheit König Kimble der Erste“ (Schmitz über Schmitz) ein neues Unternehmen gegründet. Und wie immer, wenn Schmitz etwas ausheckt, kommt es im Format XXL daher. Für seine neue, von Hongkong aus operierende Firma Trendax Inc. hat sich Kimble deshalb eine Webseite zimmern lassen, die aussieht, als wolle sie den nächsten Teil des Cyberpunk-Epos „Matrix“ bewerben.

Die Internetpräsenz von „Trendax – The Money Making Machine“ ist in iMac-ähnlichem Weiß und Blau gehalten und verfügt über eine Computerstimme (weiblich, emotionslos, kühl). Es funkelt und piepst und hat so gar nichts von dem ansonsten für Vermögensmanager der gehobenen Kategorie typischen Understatement.

Dabei ist es genau das, was Kim Schmitz vorhat: Er will nach eigenen Angaben einen Hedgefonds für Menschen anbieten, die bereit sind, ihm mindestens 50.000 Dollar anzuvertrauen. Vermutlich handelt es sich um eine überschaubare Klientel. Im Gegenzug verspricht die „Legende“ (Schmitz über Schmitz) eine jährliche Rendite von 25 Prozent. Mindestens. Laut Verkaufsprospekt ist das die konservative Schätzung. Für den „Best Case“ rechnet Trendax mit einer jährlichen Verdopplung des investierten Kapitals.

Gewichtiger Marketingmotor

Wie soll das gehen? Während der Rest der Finanzwelt sich seit mehreren Jahren mit Renditen von höchstens drei oder vier Prozent bescheidet, will Schmitz zusammen mit einem Team namhafter Börsenexperten eine Software entwickelt haben, die automatisch die profitabelsten Handelsstrategien anwendet und menschliche Fondsmanager unnötig macht.

Kims elektrischer Aktientrader ist nach Angaben von Trendax zudem mit einer künstlichen Intelligenz (Artificial Intelligence, AI) ausgestattet und analysiert neben den gängigen Marktdaten auch noch selbsttätig alle über die Agenturen einlaufenden Nachrichten – ganz ohne menschliches Zutun.

Auf Anfrage teilte Schmitz per E-Mail aus Hongkong mit, das Trendax-System sei voll funktionsfähig. Lediglich die AI sei noch im Lernstadium: „Natürlich erfordert die AI die Pflege durch Menschen (noch)“, so Schmitz. „So lange bis alle Definitionen guter und schlechter Entscheidungen dem System bekannt sind.“

Dann, in zwölf bis 18 Monaten, wenn das System allwissend geworden ist, will Schmitz die Ernte einfahren: „Bis dahin wird Trendax mit einem Trading Account von 300.000 Dollar einen nachweisbaren Track Record erarbeiten.“ Den Erfolg der Software werde eine „Big Five Accounting Firm“ zertifzieren. Ein Notar werde das Ganze danach beglaubigen. „Diese Ergebnisse, und natürlich meine Person, werden der Marketingmotor unserer Trendax-Fonds“, schreibt Schmitz.

via Kim Schmitz: Dr. Kimbles Wundermaschine – manager-magazin.de – Finanzen.

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