Kimble: Gegen den Megaupload-Betreiber wird ermittelt – News – gulli.com

Kimble: Gegen den Megaupload-Betreiber wird ermittelt

Gegen Kim Schmitz wird ermittelt, weil er seine Luxuskarossen nicht ordnungsgemäß angemeldet hat. Als Kfz-Schild suchte er sich WANTED, GUILTY und GOD aus. Im Februar war bekannt geworden, dass er in Neuseeland ein Anwesen im Wert von 30 Millionen Dollar erworben hat.

Drei Fahrzeuge, ein Rolls-Royce Phantom im Wert von nahezu 700.000 Dollar und zwei Mercedes-Benz SUV (jeweils 180.000 Dollar) wurden in Coatesville, Neuseeland nicht korrekt angemeldet. Als Kfz-Kennzeichen hatte sich Kim Schmitz WANTED, GUILTY und GOD ausgesucht. Im Frühjahr hatte Kim damit Schlagzeilen gemacht, weil er in Neuseeland ein Anwesen im Wert von 30 Millionen US-Dollar erworben haben soll. Kim wird nachgesagt, den Filehoster Megaupload zu betreiben oder zumindest den Betreibern beratend zur Seite zu stehen.

Kim ist bekannt als eine Person mit erheblichem Übergewicht, einem extrem großen Ego und vergleichsweise wenig eigenen Fähigkeiten. In den frühen 90er Jahren hatte er in München mit Hilfe von diversen Hackern Wissen gewinnbringend eingesetzt und soll unter anderem die Deutsche Telekom wegen einer Schwachstelle im damaligen Handynetz D1 unter Druck gesetzt haben. Schmitz führte in der TV-Sendung Monitor live die kostenlose Nutzung des deutschen Festnetzes vor, kurze Zeit später war Blueboxing über MCI nur noch mit sehr viel Aufwand möglich. Unter dem Pseudonym Kimble betrieb er in München die illegale Mailbox House of Coolness BBS, die ihre Uploader mit illegalen Calling Cards der Firma AT&T belohnte. Seine PC- und Konsolengruppe Romkids war in den 90ern für zahlreiche Cracks verantwortlich.

Zeitgleich half er gegen Bezahlung dem Münchener Rechtsanwalt Gravenreuth bei der Suche und Beweisführung gegen Betreiber illegaler Mailboxen. Auf das Konto der beiden Raubkopierjäger sind mindestens 100 Betreiber von BBSs gegangen. Schmitz sorgte für einen Zugang zu den Mailboxen und fertigte Mitschnitte der Software an, die dort angeboten wurde. Irgendwann hat Gravenreuth einfach die Zahlung der Finderprämie eingestellt und kassierte fortan alleine.

Schmitz betrieb auch in Übersee die Talk-Line „Scene-Talk“, wo sich die Mitglieder der Szene in verschiedenen Räumen unterhielten. Er wurde mehrfach wegen Computerbetrugs, Bandenhehlerei und Insidergeschäften an der Börse verurteilt. Im Jahr 2007 hatte er den früheren Betreibern von gulli Geld angeboten, damit diese seine Story nicht veröffentlichen würden. Auf dieses Angebot ist Korrupt natürlich nicht eingegangen.

Der Kölner Journalist Torsten Kleinz (tätig für Focus online, heise etc.) hat die Geschichte von Herrn Schmitz sehr umfangreich auf seiner Website aufgezeichnet. Dort kann man sich die früheren Heldentaten des Pseudohackers zu Gemüte führen. Dazu gehört unter anderem ein eigener Videohoster, der nach eigenen Aussagen im Handumdrehen YouTube den Garaus machen sollte. Dazu kam ein eigenes Hackernetzwerk um den islamischen Terror zu besiegen oder Trendax, ein Projekt, wo aufgrund künstlicher Intelligenz Aktien „ohne jedes Risiko“ gehandelt werden sollten.

Die Liste aller bisherigen Geschehnisse rund um den norddeutschen Möchtegernhacker ist zu lang, um sie hier lückenlos aufführen zu können.

Einen kleinen Einblick in die früheren Taten gibt auch der Artikel „Die Kimble Story“ von Evrim Sen. Daneben wurde seine Verhaftung in Asien vor einigen Jahren unter anderem im Diskmag Jurassic Pack kommentiert. Zuvor hatte er angekündigt, dass er Deutschland satt hätte. Der Hintergrund: Das Amtsgericht München versuchte den untergetauchten Unternehmer wegen Kapitalanlagebetrugs zur Rechenschaft ziehen.

Quelle: torrentfreak

via Kimble: Gegen den Megaupload-Betreiber wird ermittelt – News – gulli.com.

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