Kim Schmitz: So prasste der Megaupload-Gründer und Internet-Millionär in Neuseeland – Bild.de

Früher nannte er sich „Königliche Hoheit König Kimble der Erste“. Gelebt hat er wie ein Kaiser, der die Millionen nur so verprasste.

Wovon Kim Schmitz (38) alias Kim Dotcom in seiner Zelle im neuseeländischen Gefängnis jetzt wohl träumt? Seine Internetseite „Megaupload“ wurde dichtgemacht, Schmitz und Komplizen verhaftet.

300 Kilometer vom Gefängnis in Auckland entfernt liegt das Luxus-Anwesen Chrisco Mansion in Coatsville eingebettet in sanfte grüne Hügel. Dort lebte der schillernde Ex-Hacker seinen gewaltigen Hang zu Luxus und Verschwendung aus.

Sechs Schlafzimmer, ein großes tropisches Aquarium, Tennisplatz, Schwimmbad, Schwimmteich, mehrere Garagen. Dazu ein Irrgarten und ein Fluss. 24,3 Hektar Land gehören zum Anwesen. Die Villa ist 30 Millionen Neuseeland-Dollar wert (knapp 19 Millionen Euro). Schmitz wollte sie für sich und seine Familie kaufen: Ehefrau Mona, die mit Zwillingen schwanger sein soll, und drei Kinder.

Eines der teuersten Häuser des Landes, drunter ging es nicht. Aber der vorbestrafte Schmitz fiel beim Immigranten-Test durch, konnte die Villa nicht kaufen. Der notwendige „gute Charakter“ wurde ihm nicht bescheinigt. Also mietete er sich und seinen Clan kurzerhand ein.

Das neue Jahr 2011 begrüßte Kim Schmitz standesgemäß: Von einem Helikopter aus beobachtet er das gewaltige Feuerwerk über dem Waitemala-Hafen von Auckland. Es dauerte zehn Minuten, doppelt so lange wie sonst. Es war Kims persönliches Spektakel. 500 000 Neuseeland-Dollar (313 000 Euro) ließ er dafür springen.

Nachbarn erzählten der neuseeländischen Presse von Helikopterflügen zum Frühstücken. In der Gegend kennt man den Zwei-Meter-Mann auch, weil er mit seinen Edel-Kisten durch die engen Landstraßen kurvte. Geschwindigkeitsgrenzen? Nichts für Schmitz.

Als die Polizei auf Bitte des FBI am Donnerstag zuschlug, entdeckte sie einen gewaltigen Fuhrpark: Dazu gehörten 15 Mercedes Benz, ein pinkfarbener Cadillac, ein Maserati und ein Lamborghini. Geschätzter Wert: fünf Millionen Euro. Außergewöhnliche Autos brauchen außergewöhnliche Kennzeichen: Schmitz entschied sich wie immer völlig unbescheiden für GOD, MAFIA, CEO, POLICE, STONED (bekifft).

Wenn er aus dem Fenster der Villa Dotcom schaute, sah er lebensgroße Statuen von Giraffen. Sein Michael-Jackson-Moment?

Am Donnerstag wurde die verschwenderische Welt des Kim Dotcom auf den Kopf gestellt: Raus aus der Villa, rein in den Knast.

Auch die offenbar extrem modernen, teuren Sicherheitsvorkehrungen schützten nicht vor der Razzia. Bis zum Panic Room, in den sich das Schwergewicht rettete, arbeiteten sich die Polizisten vor.

Der Vorwurf: Seine Internetseite „Megaupload“ soll der Unterhaltungsindustrie einen immensen Schaden von mindestens 500 Millionen Dollar zugefügt haben.

Über „Megaupload“ wurden Raubkopien verteilt. Inzwischen ist die Seite geschlossen, die US-Behörden wollen Schmitz und vier weitere „Megaupload“-Mitarbeiter auf US-Boden verurteilen. Er erklärte sich für „unschuldig“. Drei weitere Verdächtige sind auf der Flucht.

via Kim Schmitz: So prasste der Megaupload-Gründer und Internet-Millionär in Neuseeland – Wirtschaft – Bild.de.

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