MegaUpload-Shutdown: War der geplante MegaBox-Musikdienst schuld? – tomshardware.de

MegaUpload-Shutdown: War der geplante MegaBox-Musikdienst schuld?

Um die Abschaltung von MegaUpload baut sich eine neue Verschwörungstheorie auf.

ZoomVorgestern kam das Gerücht auf, das der Schlag gegen MegaUpload jetzt und auf Drängen der Musikindustrie erfolgte, weil die MegaUpload-Gruppe kurz vor dem Start eines neuen Musikdienstes namens MegaBox stand. Über MegaBox sollten Künstler ihre Werke kostenlos zum Download anbieten können und dann über sekundäre Einnahmen – beispielsweise Online-Werbung – von MegaUpload entschädigt werden.

Angesichts der Größe von MegaUpload – zum Zeitpunkt seiner Abschaltung mit mehr als einer Milliarde Besuchern pro Monat die Nummer 13 auf der Liste der weltweit größten Webseiten und auf mehr als 1.000 Servern gehostet – hätte sich ein solches Unterfangen zu einer ernsthaften Bedrohung für die Musikindustrie entwickeln können. Aber wie gesagt: Das Ganze ist ein Stand jetzt ein Gerücht und keine Tatsache.

Aber trotzdem: Die Spekulation, dass die Musikindustrie das FBI gerade noch rechtzeitig vor dem Launch einer neuen Plattform, die durchaus das Potenzial zu einem unbequemen iTunes-Konkurrenten hätte, davon überzeugen konnte, gegen MegaUpload vorzugehen, scheint nicht völlig abwegig zu sein. Stellt euch doch mal einen Service vor, der 50 Millionen Anwender pro Tag anzieht und kostenlos Musik verteilt, während die Künstler selbst glücklich sind und vielleicht sogar noch mehr Geld einstreichen (gerüchteweise ist von 90 Prozent der Erlöse die Rede) als bei klassischen Distributionsmodellen. Plötzlich braucht man keine Publisher mehr, Motivation auf deren Seite gäbe es also zur Genüge.

Gab es also eine Verschwörung im Hintergrund und Absprachen in verräucherten Hinterzimmern von Country Clubs? Wir wissen es nicht, aber völlig unglaubwürdig klingt das Ganze nicht.

Tatsache ist, dass MegaUpload und sein Geld stolz zur Schau stellender Gründer Kim Dotcom (geborener Kim Schmitz) wegen Massen-Piraterie vor den Kadi kommen. Und diesmal ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass Dotcom nicht wie 2002 und 2003 mit einem Klaps auf die Finger (beide mal auf Bewährung freigelassen) davonkommt, als er wegen Insider-Trading und Unterschlagung angeklagt wurde.

via MegaUpload-Shutdown: War der geplante MegaBox-Musikdienst schuld?.

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