Anonymous: Unwissende für Hackerangriff instrumentalisiert – NETZWELT

Reaktion auf Megaupload-Abschaltung

Anonymous: Unwissende für Hackerangriff instrumentalisiert

Als Reaktion auf die Schließung des Filesharing-Portals Megaupload und im Zuge des Internetprotests gegen SOPA und PIPA startete die Hackergruppe Anonymous die bisher größte Denial-of-Service-Attacke ihrer Geschichte. Viele Nutzer sollen jedoch unwissentlich an der Aktion teilgenommen haben, denn die Hacktivisten verwendeten eine Methode, die auch Unbeteiligte für ihre Zwecke instrumentalisierte.

Anonymous Attacke richtet sich nicht nur gegen die Abschaltung von Megaupload, sondern auch gegen die Gesetzentwürfe von SOPA und PIPA. (Bild: Screenshot/AnonOps)

Anonymous Attacke richtet sich nicht nur gegen die Abschaltung von Megaupload, sondern auch gegen die Gesetzentwürfe von SOPA und PIPA. (Bild: Screenshot/AnonOps)

Auf dem Blog AnonOps sind alle Ziele der Denial-of-Service-Attacke gelistet. Bei diesen Angriffen werden so viele Anfragen an Server gesendet, bis diese zusammenbrechen und die betreffenden Webseiten nicht mehr erreichbar sind.

Zu den kurzfristig nicht erreichbaren Seiten gehörten US-amerikanische Behörden genauso wie die französische Behörde für Urheberrechtsschutz HADOPI. Ebenso standen führende Unternehmen der Musikindustrie wie Universal Music und die Motion Picture Association of America auf dem Zettel der Hacktivisten.

Neue Methode

Diesmal griff das Kollektiv jedoch zu einer ungewöhnlichen Methode, um die Angriffe zum Erfolg zu führen. Abgesehen von der typischen Vorgehensweise der Anonymous-Unterstützer Low Orbit Ion Canon (LOIC)-Software herunterzuladen, mit deren Hilfe Computer eine bestimmte Webseite wiederholt anfragen, veröffentliche die Gruppe auch Links zu speziell modifizierten Webseiten im Netz.

Wie das Online-Magazin Cnet.com berichtet, enthielten die betreffenden Seiten Java Script, das die Seitenanfrage des Besuchers automatisch an eine der Zielwebseiten umleitete. Die Anfrage wird dabei so lange wiederholt gesendet, bis der Nutzer die Java-Script-Seite wieder schließt.

Unwissend beteiligt

In den Sozialen Netzwerken wurden die Links allerdings ohne einen Hinweis auf ihre eigentliche Intention veröffentlicht, wodurch zahlreiche Unwissende in Facebook, Twitter und vergleichbaren Sozialen Netzwerken sich unabsichtlich an der Attacke auf die Webseiten beteiligten.

Dem Online-Magazin zufolge müssen sich Nutzer, die sich unfreiwillig an der Attacke, ausgelöst durch die Schließung von Megaupload und den Protesten gegen SOPA und PIPA, beteiligten, jedoch keine Angst davor haben, das demnächst Polizeibeamte vor der Tür stehen könnten. Es sei schwierig, eine Intention hinter einem Klick auf einen der betreffenden Links zu beweisen.

via Anonymous: Unwissende für Hackerangriff instrumentalisiert – NETZWELT.

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