Kim Dotcom nimmt Stellung zu Vorwürfen – heise.de

Kim Dotcom nimmt Stellung zu Vorwürfen

In einem gestern veröffentlichten Telefon-Interview mit Torrentfreak nimmt Kim Schmitz alias Dotcom Stellung zu den Vorwürfen, die US-Behörden gegen ihn erheben. Er nennt die Punkte der Anklageschrift „Nonsens“ und bezeichnet Megaupload als legalen Anbieter, der lediglich aus politischen Gründen geschlossen worden sei.

Einer der Vorwürfe lautet, Dotcom selbst habe urheberrechtlich geschütztes Material auf Megaupload geladen, konkret werden zwei Titel von 50 Cent und einer von Louis Armstrong genannt. Der Megaupload-Gründer behauptet hingegen, er habe die Titel von 50 Cent legal heruntergeladen und lediglich für den Test eines neuen Features hochgeladen. Der Link zu den Musikdateien sei nicht für öffentliche Downloads verfügbar gewesen. Der Armstrong-Song sei ebenfalls legal erworben und über einen rein privaten Link an ihn gegangen, betont Dotcom.Eine weitere Anschuldigung lautet, dass Megaupload es den Rechteinhabern erschwert habe, rechteverletzende Inhalte zu löschen. Als ein Beispiel wird der Konzern Warner genannt, der das gesetzte Limit von 5000 Löschungen pro Tag als zu klein moniert hätte. Megaupload hätte dem Unternehmen aber nicht mehr eingeräumt. Dotcom hält dem entgegen, dass er Warner wenige Tage nach der Anfrage 100.000 Löschungen pro Tag zugestanden habe. Die Klageschrift erwähne das jedoch nicht. Der Löschungsstatistik nach hat Warner insgesamt fast 2 Millionen Links entfernt – deutlich mehr als andere Medienkonzerne wie Disney circa 130.000 oder Sony rund 3000.

Angesichts des Vorwurfs, dass bei Megaupload nur der Link, nicht aber die rechteverletzenden Inhalte gelöscht werden könnten, berief sich Dotcom auf die „Safe Harbor“-Regelung im Digital Millennium Copyright Act PDF-Datei. Ähnlich wie Google im Hotfile-Prozess argumentierte er, dass ein reiner Diensteanbieter nicht für illegale Handlungen der Nutzer haftbar zu machen sei. Außerdem verwies er darauf, dass Megaupload Kooperationsanfragen von mehreren Medienkonzernen erhalten habe – über einige davon wurde bereits auf Torrentfreak berichtet.

Dotcom und weitere Mitbetreiber von Megaupload waren auf Veranlassung des FBI im Januar 2012 verhaftet worden. Im Februar kam Schmitz auf Kaution frei und durfte – überwacht per elektronischer Fußfessel – in sein neuseeländisches Anwesen zurückkehren. Gegen ihn liegt ein Auslieferungsgesuch der USA vor, über das noch keine Entscheidung gefällt wurde. Insgesamt werden ihm Urheberrechtsverletzungen im Umfang von 500 Millionen US-Dollar derzeit rund 377 Millionen Euro zur Last gelegt.

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Megaupload-Gründer: Ich, Kim Schmitz, armer Kerl – FTD.de

Alle gegen einen.

So sieht es zumindest der deutsche Internetunternehmer. In ersten Interviews nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis zielt der wegen Urheberrechtsverletzung Angeklagte auf Mitleid und beschuldigt die Regierungsinstitutionen.

Unschuldig sei er und schlecht behandelt worden. Er inszeniert sich als Opferlamm und greift die Regierung an – Kim Schmitz ist zurück. Einer Woche nach seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft gibt er neuseeländischen Medien erste Interviews und zeichnet das Bild eines Gejagten.

„Die erste Nacht hatte ich kein Laken, keine Seife, keine Zahnpasta und kein Toilettenpapier. Sie gaben uns nicht mal die nötigsten Dinge. Alle zwei Stunden weckten sie mich auf. Ich litt an Schlafentzug. Ich habe eine Beschwerde geschrieben. Ich hab gesagt: ‚Das ist Folter, das ist Schlafentzug’“, sagte er am Donnerstag dem „New Zealand Herald“.

Außerdem berichtet er von einem Gefängnisfahrzeug, das ihm zufolge keine Stoßdämpfer hatte und beim Fahren so heftig ruckelte, dass er starke Rückenschmerzen bekam: „Sie gaben mir Schmerzmedikamente und dann wurde ich im Rollstuhl in meine Zelle gebracht. Ich konnte mich drei Tage nicht bewegen.“

Der zurzeit in Neuseeland ansässige Schmitz ist Besitzer des Internetportals Megaupload. Schmitz hat bereits eine lange Karriere als umstrittener Unternehmer mit aufwendigem Lebensstil hinter sich. Er ließ sich gerne mit hübschen Frauen, schnellen Autos, Hubschraubern und anderen Insignien von Geld und Macht ablichten und zeigte sich auch ansonsten stets selbstbewusst. Seine Liste von Künstlernamen umfasst Kimble, Kimvestor und Kim Dotcom. Einen deutlichen Dämpfer musste er hinnehmen, als er 2002 wegen Insiderhandels mit Aktien von Letsbuyit.com vom Amtsgericht München zu einem Jahr und acht Monaten Freiheitsstrafe und einer Geldstrafe verurteilt wurde. Zuvor war er nach Thailand geflüchtet.

Die US-Behörden werfen ihm und seinen Mitarbeitern vor, Copyright-Besitzer in großem Stil um ihre Einkünfte gebracht zu haben. Megaupload sei einer der größten Umschlagplätze für illegale Kopien von Musik und Filmen gewesen. Den Rechteinhabern sei eine halbe Mrd. Dollar Schaden entstanden.

Das bestreitet der selbsternannte „Erfinder“ natürlich. Im 23-minütigen TV-Interview mit „TV3“ sagte er: „Ich bin kein Krimineller, diese Internetseite wurde nicht als Datenklauparadies aufgesetzt.“ Und rückt anschließend die vom FBI gegen ihn geäußerten Vorwürfe in die Nähe von George W. Bushs Argument für den militärischen Einsatz im Irak: „Es ist irgendwie ähnlich mit den Massenvernichtungswaffen im Irak, wissen Sie? Wenn man jemandem nachstellen will und man ein politisches Ziel hat, wird man alles sagen, was gesagt werden muss. Das sind alles Erfindungen und Lügen.“

Schmitz begründet seine Verschwörungstheorie damit, dass es Hundert andere Firmen gebe, die dasselbe anbieten wie Megaupload, und trotzdem nicht angeklagt würden. Mit Verweis auf ein Gerichtsverfahren gegen Youtube sagt er: „Die gewinnen ihr Verfahren und ich sitze im Gefängnis, mein Haus wird durchsucht, mein Vermögen eingefroren – ohne Verfahren, ohne Anhörung. Es ist komplett verückt, das ist es!“

Schuld sind immer die anderen

Schuld an den ständigen Urheberrechtsverletzungen sei sowieso Hollywood: Wenn die amerikanische Regierung ihr „monopolistisches Geschäftsmodell“ aufgeben würde, US-Filme zuerst in den heimischen Kinos zu zeigen, bräuchten europäische Jugendliche nichts illegal herunterladen, so Schmitz.
Im Hinblick auf seinen Prozess sagte er, dass er gewinnen wird. Die Anklageschrift des FBI beschuldigt er der Einseitigkeit: „Es ist eine Presserklärung. Eine 72-seitige Klageschrift, die so bösartig ist und konstruiert wurde, um den Richter und die Jury in den USA dazu zu bringen, zuzustimmen, hat es noch nie gegeben.“
Dabei sollte das Rechtssystem ihn doch beschützen, klagt er: „Angeblich, und das ist was alle glaubten, beschützt uns das Gesetz. Wir können doch nicht für die Taten Dritter verantwortlich sein, wissen Sie? So lange wie wir einem Regelwerk folgen und alle Dinge runter nehmen, von denen uns berichtet wird – das haben wir all die Jahre gemacht – sind wir geschützt, zumindest nach dem Gesetz.“
Zu seiner Verteidigung wirft er ein, dass seine Firma allen großen Filmunternehmen einen Zugang zu den Servern verschafft habe, mit dem sie direkt und selbstständig Links löschen konnten, die Urheberrechtsverletzungen betrafen: „Wir haben das freiwillig gemacht, und sie haben über 15 Millionen Links gelöscht.“
In einem letzten Versuch, den Interviewer zu überzeugen, holt er zur rheotrischen Frage aus: „Überrascht es Sie nicht, dass, wenn ich der Datenklaukönig bin und ich all diesen Schaden anrichte, dass niemand von denen je versucht hat, uns zu verklagen, uns zu verklagen auf Schadenersatz?“

Es wird zu beobachten sein, ob ihm die offensive Strategie nutzen wird. Zum Schluss der Interviews bekennt er selbstbewusst wie eh und je: „Ich bin ein Kämpfer und ich werde das bekämpfen. Ich bin zuversichtlich, dass ich das gewinnen werde. …Das ist alles, was ich tun kann.“

via Megaupload-Gründer: Ich, Kim Schmitz, armer Kerl | FTD.de.

Kim Dotcom Video Interview with Campbell Live

Kim Dotcom Video Interview with Campbell Live

Hier ist das angekündigte Video Interview mit Kim Dotcom Schmitz aus der Dotcom Mansion von Campell Live.

Update: der erste Link bei dialymotion ist es schon wieder gelöscht. Hier ist der Link zur original Seite. Leider lässt sich das Video hier nicht einbetten.

Update 2: 3 News NZ hat das Interview jetzt auch in ihrem Youtube Channel und wir können es wieder einbetten.

Kim Dotcom – Exclusive Video Interview: ‚I will fight this all the way‘

Campbell Live spoke exclusively with Megaupload founder Kim Dotcom in a TV world first since his arrest.

Campell Live konnte exklusiv in den letzten Tagen ein Interview mit Kim Schmitz führen, hier ist eine kleiner Ausschnitt als Ankündigung davon. Das ganze Interview wurde am folgenden Tag (was heute sein müsste) ausgestrahlt. Mal sehen wann es auftaucht.

Internet-Millionär Kim Schmitz erklärt sein Mega-Upload-Imperium: „Ich bin kein Piraten-König“ – Bild.de

Internet-Millionär Kim Schmitz erklärt sein Imperium „Ich bin kein Piraten-König“

Auckland Neuseeland – Nach dem ersten Interview mit einer Zeitung hat „Megaupload“-Millionär Kim Schmitz nun auch im TV alle Anschuldigungen zurückgewiesen. Das Internet-Schwergewicht sieht sich als Bauernopfer der Unterhaltungsindustrie.„Ich bin kein Piraten-König. Ich habe Nutzern Online-Speicherplatz und Bandbreite angeboten, das ist alles!“, sagte Schmitz dem neuseeländischen Sender „3News“.„Das ist wie mit den Atomwaffen im Irak, wissen Sie? Wenn Sie jemand kriegen wollen und ein politisches Ziel haben, werden Sie sagen, was immer nötig ist. Es gibt hunderte Firmen, die diesen Service anbieten, warum ist denen nichts passiert?“

Kim Dotcom und seine Frau Mona beim Verlassen des Gerichts

Mit der Internet-Plattform und Tauschbörse „Megaupload“ ermöglichte der Deutsche seinen Usern millionenfach illegale Downloads von Filmen und Musikstücken. Damit soll er die Unterhaltungsindustrie um mindestens 500 Millionen Dollar 390 Millionen Euro gebracht haben. In den USA drohen dem ehemaligen Hacker dafür bis zu 20 Jahre Haft.„Es ist ein Albtraum! Mein Unternehmen besteht seit sieben Jahren … Wir haben Millionen für juristische Beratung ausgegeben und unsere Anwälte haben uns immer versichert, dass wir sicher sind, dass wir nicht für Rechtsverletzungen unserer Nutzer haften.“Den Vorwurf, er sei der „schlimmste Urheberrechtsverletzer aller Zeiten“ kann Kim Schmitz nicht nachvollziehen: „Absolut nicht. Jede Sekunde wurden über ‚Megaupload‘ 800 Dateien übertragen. Wir sind eine relativ kleine Firma, wir können so viel Internet-‚Traffic‘ gar nicht überwachen!“

VERSCHWÖRUNGSTHEORIE

Kim Dotcom bezweifelt die Richtigkeit der Vorwürfe: „Die Staatsanwaltschaft spricht von 500 Millionen Dollar Schaden innerhalb von zwei Wochen, das sind 13 Milliarden Dollar Schaden für die US-Musikindustrie innerhalb eines Jahres. Die gesamte US-Musikindustrie setzt weniger als 20 Milliarden um. Wie kann eine Webseite für so einen massiven Schaden verantwortlich sein? Das ist völlig irre und unrealistisch.“

via Internet-Millionär Kim Schmitz erklärt sein Mega-Upload-Imperium: „Ich bin kein Piraten-König“ – News Ausland – Bild.de.