Kim Schmitz wehrt sich gegen U-Haft: Internet-Millionär zu pleite zum Abhauen? – Bild.de

Internet-Millionär zu pleite zum Abhauen?

Goldener könnte ein Käfig nicht sein: Kim Schmitz sitzt in seiner luxuriösen Residenz und wartet auf seine Verhandlung. Noch diese Woche soll eine Entscheidung fallen: Muss der Internet-Millionär wieder in U-Haft oder darf er weiter gegen Kaution draußen bleiben?

Sechs Tage durfte Schmitz mit seiner Frau Mona und den drei Kindern Kimmo, Kaylo und Kobi im protzigen Anwesen in Coatesville genießen. Sechs Tage auf Kaution in Freiheit.Doch jetzt wird es für „Kim Dotcom“ wieder ernst: US-Behörden fechten die Kaution an und wollen Schmitz wieder im Knast sehen.

Der Grund: Fluchtgefahr.Schmitz wehrt sich. „Das FBI hat mich komplett durchleuchtet. Sie haben jede finanzielle Transaktion seit 2010 gecheckt und absolut gar nichts gefunden“, sagte Schmitz zum „New Zealand Herald“. Laut Schmitz ist sein gesamtes Vermögen eingefroren – hunderte Millionen Dollar sind für ihn unerreichbar. Er könne nicht mal mehr die Kosten für sein Verfahren zahlen.

Er schwamm im Geld und gab es mit beiden Händen aus. Doch nachdem seine Internet-Plattform „Megaupload“ aufgeflogen ist, soll er total pleite sein. Kann sich der millionenschwere „Kim Dotcom“ sich nicht mal mehr ein Flugticket leisten, um vor den Behörden zu fliehen? Ist dem Multi-Millionär das Untertauchen zu teuer? Neben dem angeblichen Bankrott gibt es für Schmitz aber noch einen viel wichtigeren Grund, sich nicht abzusetzen: seine Familie.Schmitz: „Es besteht überhaupt keine Fluchtgefahr. Ich habe keinen Grund zu fliehen. Ich habe drei kleine Kinder und eine Frau, die in wenigen Wochen Zwillinge erwartet. Ich habe überhaupt keinen Grund wegzurennen.“Drei Kinder, eine hochschwangere Frau und hunderte Millionen Dollar als Sicherheit: Trotzdem muss King Dotcom um seine kurzzeitige Freiheit bangen.

Kim Schmitz und drei Kollegen wurden am 20. Januar in Neuseeland festgenommen. Die US-Behörden werfen Schmitz vor, allein im Jahr 2010 durch seine mutmaßlich illegalen Internetaktivitäten mit der Plattform „Megaupload“ 42 Millionen Dollar rund 32 Millionen Euro verdient zu haben.Sollte der aus Kiel stammende Schmitz vor ein US-Gericht gestellt werden, droht dem ehemaligen Internet-Hacker die Maximalstrafe von 20 Jahren Haft.

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Staatsanwaltschaft legt Beschwerde gegen Kim Schmitz‘ Freilassung ein – SPIEGEL ONLINE

Staatsanwaltschaft legt Beschwerde gegen Kim Schmitz‘ Freilassung ein

Einen Monat saß der Chef der Internetplattform Megaupload in Untersuchungshaft, dann wurde er am Mittwoch gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt. Doch die neuseeländische Staatsanwaltschaft würde Kim Dotcom alias Schmitz gern wieder in Gewahrsam sehen und beantragte daher die Aufhebung der Kautionsentscheidung des Bezirksgerichts für die Nordküste.

Während die Anhörung beim High Court in Auckland für Dienstag angesetzt wurde, verweigerten sowohl die Staatsanwaltschaft als auch Schmitz‘ Anwalt Paul Davison eine Stellungnahme, so der „NZ Herald“. Derzeit darf Schmitz zwar sein gemietetes Anwesen in der Nähe von Auckland bewohnen, sich jedoch nicht weiter als 80 Kilometer davon entfernen. Die Nutzung seines Helikopters oder Zugang zum Internet wurden ihm untersagt.

via Netzwelt-Ticker: iPhone-Fehler ermöglicht Zugriff trotz Codesperre – SPIEGEL ONLINE

Megaupload: Kim Schmitz bleibt in U-Haft – Golem.de

Kim Schmitz bleibt in U-Haft

Megaupload-Gründer Kim Schmitz alias Kim Dotcom bleibt auf absehbare Zeit in Untersuchungshaft, entschied der Richter David McNaughton und lehnte es ab, Schmitz auf Kaution freizulassen.

Kim Schmitz soll zunächst bis 22. Februar 2012 in neuseeländischer Untersuchungshaft verbringen. Er wurde am Freitag vergangener Woche auf Antrag des FBI in Neuseeland festgenommen. Die US-Behörden werfen dem Gründer des Filehosters Megaupload und seinen Mitstreitern unter anderem vor, Urheberrechte in großem Maß verletzt und Geldwäsche betrieben zu haben.

Richter David McNaughton begründete seine Ablehnung von Schmitz‘ Kautionsantrag mit Fluchtgefahr: Er habe keine Zweifel, dass Schmitz aus Neuseeland fliehen könnte, wenn er das wollte, schließlich habe Schmitz Zugang zu gefälschten Reisedokumenten und Geld, wird McNaughton im New Zealand Herald zitiert. Die Frage sei vielmehr, ob Schmitz einen Grund habe zu fliehen.

Und einen solchen Grund sieht McNaughton wohl als gegeben an: Der Deutsche Kim Schmitz könnte sich mit einer Flucht nach Deutschland der Auslieferung an die USA entziehen.

Noch nicht entschieden wurde über die Kautionsanträge der drei weiteren Megaupload-Betreiber, die zusammen mit Schmitz festgenommen wurden. Zwei davon sind ebenfalls Deutsche. Das FBI hatte den Zeitpunkt der Festnahme geschickt gewählt, denn ein Teil der Megaupload-Macher hatte sich in Neuseeland versammelt, um den Geburtstag von Schmitz am vergangenen Samstag zu feiern.

Megaupload-Anwalt Ira Rothken kritisiert indes das Vorgehen der US-Behörden. Sie hätten Megaupload vor der Verhaftung keine Chance zu einer Stellungnahme gegeben und würden die Fakten falsch darstellen. Im Gespräch mit Ars Technica vergleicht er Megaupload mit Youtube: Alle jetzt gegen Megaupload vorgebrachten Anschuldigungen würden auf Youtube gleichermaßen zutreffen.

via Megaupload: Kim Schmitz bleibt in U-Haft – Golem.de.